Hungerast und Schaltprobleme - trotzdem geile Fahrt
Heute bin ich meine erste wirklich lange Ausfahrt für dieses Jahr gefahren. 97 km 😊. Die Fahrt war sehr durchwachsen. Einerseits wunderschönes Wetter, kaum Wind, eine herrliche fränkische Schweiz - es war unglaublich. Auf den Straßen, die ein bisschen abseits liegen ist es am besten. Keine Autos, im Wald, durch eine Wiese, kleine Dörfer - alleine.
Es ging wunderbar los. Ich hatte meine Kette frisch geölt, war richtig gut drauf und hatte einfach Lust zu fahren. Geplant war: Über Kalchreuth, Tauchersreuth nach Schnaittach, von dort nach Kirchensittenbach und dann über Hohenstein und Treuf nach Vorra und dann nach Nürnberg zurück. Eine Ansage. Mit vielen hm (zumindest für die Fränkische😄) und knapp 100km.
Ich habe diese Fahrt so genossen. Auch mal anhalten zu dürfen, Fotos machen, genießen und dann weiter. Nur weil ich Rennrad fahre muss ich nicht immer schnell überall sein und durch die Gegend hetzen - immer den guten Geschwindigkeitsschnitt vor Augen. Das muss nicht sein. Klar, Tempo gehört dazu, aber wie kann ich den Sport, den ich liebe, genießen, wenn ich nicht mal im Moment innehalten kann? Für mich geht das nicht. Ich nehme mir in letzter Zeit immer wieder vor, mich nicht stressen zu lassen, nicht auf die anderen zu achten und so zu fahren, dass es mir gut tut.
In Schnaittach war noch alles gut, ich habe mich richtig fit gefühlt (im Vergleich zu sonst/oder anderen 😋). Und dann geht es den Festungsweg hoch. Nicht so schlimm, der ist nicht so steil. Ich arbeite mich langsam hoch, bis mir meine Schaltung einen Streich spielt. Ich kann nicht in den 1. Gang schalten. Es klackert und klappert und schaltet fast von selber wieder in den zweiten. Oder klackert einfach weiter und die Pedale bekommt kein Zug. Ich war total verzweifelt. Ist das Rad kaputt? Aber von was? Das Ding wird ja nur mit Samthandschuhen angefasst. Aber am Berg: Egal. Also halt im 2. hoch, ist ja nicht so schlimm, war ja nicht so steil. So.
Dann runter nach Siegersdorf. Von dort geht es dann nach Kirchensittenbach. Wusste ich, bin das ja schon öfter gefahren. Nur hatte ich leider vergessen, dass der Anstieg ein bisschen steiler war als der vorangegangene. Also 17%. Super. Hatte zu dem Zeitpunkt meine rumspinnende Schaltung schon wieder vergessen und fahre ganz enthusiastisch in den Anstieg rein. Ich will runterschalten und merke - ach ja, da war ja was. Geht nicht. Absteigen und sich das Ding angucken geht ja auch nicht, also erstmal mit klappern weiterfahren, die Kette verspringt immer wieder, Gott sei Dank ist sie nicht vom Zahnrad runter. Klasse, so machen 17% richtig Spaß. Dann wird's mir zu blöd. Also hochschalten in den 2. Gang und voll reintreten - sonst hätte ich das nicht geschafft.
Oben angekommen atme ich erstmal durch und stelle fest, wie blöd Trägerradhosen für Frauen eigentlich sind. Einfach mal schnell Pipi machen funktioniert nicht und ich hatte ehrlich gesagt keine Lust mich 10 Minuten lang an und wieder auszuziehen. Also weiter.
Nach dem Fiasko mit der Schaltung wollte ich nicht mehr nach Hohenstein. Und wenn ich ehrlich bin, hätten meine Beine das auch nicht mehr geschafft. Aber ich war schon mega stolz auf mich, dass ich es bis hierhin so gut geschafft hatte. Und weil ich ja trainieren will, fahre ich hinter Kirchensittenbach noch über Stöppach nach Vorra. Oben angekommen kann ich nicht mehr. Die Strecke hat super gepasst, genau so wie sie war hat auch meine Kraft gereicht. Klasse. Also nach Hause. Doch dann hab ich ein Problem: Als ich in Lauf bin, kommt der Hunger. Ich hab eine Banane und ein Joghurt gefrühstückt und 2 PowerBar Riegel mit dabei gehabt. Entschieden zu wenig.
Der Weg von Lauf nach Hause wird zur Qual. Der von allen Radlern gefürchtete Hungerast hält Einzug. Und ich hatte natürlich kein Geld dabei, um mir schnell was unterwegs zu kaufen. Vom Energiespeicher her war ich komplett leer. Ich konnte überhaupt nicht mehr. Irgendwie hab ich es dann nach Hause geschafft.
Was hab ich heute gelernt? 1. Immer genug zu essen mitnehmen, lieber zu viel als zu wenig!!! 2. Immer Notfallgeld einstecken, falls es doch nicht reicht... 3. Ich mach das, auf was ich Bock hab und was mir gut tut. Egal, was andere denken 😊
Es ging wunderbar los. Ich hatte meine Kette frisch geölt, war richtig gut drauf und hatte einfach Lust zu fahren. Geplant war: Über Kalchreuth, Tauchersreuth nach Schnaittach, von dort nach Kirchensittenbach und dann über Hohenstein und Treuf nach Vorra und dann nach Nürnberg zurück. Eine Ansage. Mit vielen hm (zumindest für die Fränkische😄) und knapp 100km.
Ich habe diese Fahrt so genossen. Auch mal anhalten zu dürfen, Fotos machen, genießen und dann weiter. Nur weil ich Rennrad fahre muss ich nicht immer schnell überall sein und durch die Gegend hetzen - immer den guten Geschwindigkeitsschnitt vor Augen. Das muss nicht sein. Klar, Tempo gehört dazu, aber wie kann ich den Sport, den ich liebe, genießen, wenn ich nicht mal im Moment innehalten kann? Für mich geht das nicht. Ich nehme mir in letzter Zeit immer wieder vor, mich nicht stressen zu lassen, nicht auf die anderen zu achten und so zu fahren, dass es mir gut tut.
In Schnaittach war noch alles gut, ich habe mich richtig fit gefühlt (im Vergleich zu sonst/oder anderen 😋). Und dann geht es den Festungsweg hoch. Nicht so schlimm, der ist nicht so steil. Ich arbeite mich langsam hoch, bis mir meine Schaltung einen Streich spielt. Ich kann nicht in den 1. Gang schalten. Es klackert und klappert und schaltet fast von selber wieder in den zweiten. Oder klackert einfach weiter und die Pedale bekommt kein Zug. Ich war total verzweifelt. Ist das Rad kaputt? Aber von was? Das Ding wird ja nur mit Samthandschuhen angefasst. Aber am Berg: Egal. Also halt im 2. hoch, ist ja nicht so schlimm, war ja nicht so steil. So.
Dann runter nach Siegersdorf. Von dort geht es dann nach Kirchensittenbach. Wusste ich, bin das ja schon öfter gefahren. Nur hatte ich leider vergessen, dass der Anstieg ein bisschen steiler war als der vorangegangene. Also 17%. Super. Hatte zu dem Zeitpunkt meine rumspinnende Schaltung schon wieder vergessen und fahre ganz enthusiastisch in den Anstieg rein. Ich will runterschalten und merke - ach ja, da war ja was. Geht nicht. Absteigen und sich das Ding angucken geht ja auch nicht, also erstmal mit klappern weiterfahren, die Kette verspringt immer wieder, Gott sei Dank ist sie nicht vom Zahnrad runter. Klasse, so machen 17% richtig Spaß. Dann wird's mir zu blöd. Also hochschalten in den 2. Gang und voll reintreten - sonst hätte ich das nicht geschafft.
Oben angekommen atme ich erstmal durch und stelle fest, wie blöd Trägerradhosen für Frauen eigentlich sind. Einfach mal schnell Pipi machen funktioniert nicht und ich hatte ehrlich gesagt keine Lust mich 10 Minuten lang an und wieder auszuziehen. Also weiter.
Nach dem Fiasko mit der Schaltung wollte ich nicht mehr nach Hohenstein. Und wenn ich ehrlich bin, hätten meine Beine das auch nicht mehr geschafft. Aber ich war schon mega stolz auf mich, dass ich es bis hierhin so gut geschafft hatte. Und weil ich ja trainieren will, fahre ich hinter Kirchensittenbach noch über Stöppach nach Vorra. Oben angekommen kann ich nicht mehr. Die Strecke hat super gepasst, genau so wie sie war hat auch meine Kraft gereicht. Klasse. Also nach Hause. Doch dann hab ich ein Problem: Als ich in Lauf bin, kommt der Hunger. Ich hab eine Banane und ein Joghurt gefrühstückt und 2 PowerBar Riegel mit dabei gehabt. Entschieden zu wenig.
Der Weg von Lauf nach Hause wird zur Qual. Der von allen Radlern gefürchtete Hungerast hält Einzug. Und ich hatte natürlich kein Geld dabei, um mir schnell was unterwegs zu kaufen. Vom Energiespeicher her war ich komplett leer. Ich konnte überhaupt nicht mehr. Irgendwie hab ich es dann nach Hause geschafft.
Was hab ich heute gelernt? 1. Immer genug zu essen mitnehmen, lieber zu viel als zu wenig!!! 2. Immer Notfallgeld einstecken, falls es doch nicht reicht... 3. Ich mach das, auf was ich Bock hab und was mir gut tut. Egal, was andere denken 😊


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