Überraschung

 Überraschung, es gibt mich tatsächlich noch. 


Nach ungefähr einem halben Jahr Stille hat es mich heute doch mal wieder bewegt und ich habe mir meinen alten Blog angesehen. Laut Statistik hat sich ja im April tatsächlich jemand mein zusammengeschustertes Werk durchgelesen. Hätte ich wirklich nicht damit gerechnet. 

Auch ein Grund, warum ich hier nichts mehr fabriziere. Ich bin immer mal wieder der Meinung, dass es eh keinen interessiert. Auch wenn ich wirklich Lust habe zu schreiben und (manchmal) auch der Meinung bin, dass es sogar gar nicht so schlecht ist, was da zu Papier (Blog) gebracht wird... 😉

Ich bin inzwischen ganz woanders, als zu dem Zeitpunkt, in dem ich diesen Blog gestartet habe. Ich sehe eine Menge Dinge anders und habe auch zu vielen Thematiken entweder eine andere oder eine gefestigtere Meinung. Frauen im Radsport, Leistungssport, Gesellschaft, Politik, Doping im Sport, etc., die Liste ist lang. Und zwischen all den Thematiken habe ich immer wieder wenn ich Rad fahre ein so unbeschreibliches Gefühl in mir, dass ich das Bedürfnis habe, das zu teilen. 

Ich liebe das Rad fahren. Ich liebe mein Rennrad. Und ich liebe mich, wenn ich Rennrad fahre (Meistens zumindest 😄) 

In meinem Leben gab es immer zwei Sportarten. Den Fußball und das Rennrad fahren. Unterm Strich habe ich fast 11 Jahre Fußball gespielt und liebe es immer noch. Aber ich habe auch begriffen, dass neben einem Leben mit Freunden, einer Beziehung,einer Ausbildung und einem Alltag eben nur Platz für ein Hobby ist. Und so habe ich mich für das Rennrad entschieden. Ich weiß aber mit Sicherheit: der Fußball wird mir immer fehlen. Aber genauso wird mir auch immer das Rennrad fehlen, wenn ich wieder anfangen sollte, Fußball zu spielen. Und so, wie es gerade ist, ist es für mich die beste Entscheidung. Die ich auch nicht bereue. 😊

Durch meine Schulterproblematik nach dem letzten Ötztaler hab ich ein Jahr lang absolut gar nichts mehr gemacht. Ich muss auch sagen, ich hatte Angst auf das Rad zu steigen. Angst davor, dass ich die Schmerzen mal wieder nicht mehr weg bekomme. Denn sie gingen ja nicht, wenn ich vom Rad stieg. Sie ließen mich schlaflos wach liegen in der Nacht und an manchen Tagen halb durchdrehen. Das ist jetzt vorbei. Durch eine Kombination aus Yoga, gesteigerter Selbstwahrnehmung und gezieltem Training habe ich meine Schulterschmerzen wieder im Griff. Jetzt habe ich den Winter, das Frühjahr und den Sommer damit verbracht einfach mal so wieder zu fahren, etwas zu machen - ganz lapidar. Wenn ich Lust hatte gut - wenn nicht, dann eben nicht. Ohne Plan, ohne Ziel. Ohne Zeit, ohne Pulsmessung, ohne Angaben. Just for fun. 

Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen an dem ich sage: Ich will mehr! Ich will wieder besser werden. Ich will wieder Leistung bringen können. Ich will mir wieder Ziele setzen!

Das ist nun ein Prozess, der bei mir begonnen hat und den ich die nächsten Tage und Wochen intensivieren werde. Also bleibt nur noch: 
LETS GO!!! 💪

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